Umwelt, Landwirtschaft und Tourismus im Einklang

Umwelt, Landwirtschaft und Tourismus im Einklang

Unsere Kulturlandschaft am Oberrhein ist der beste Beweis, dass wirtschaftliche Interessen und Umweltschutz in Einklang zu bringen sind. Einheimische und Touristen schätzen nicht nur unsere vielfältige Flora und Fauna, sondern auch die Früchte und Weine, die hier gedeihen. Durch verbesserte Rahmenbedingungen und den Abbau von Bürokratie wollen wir Landwirtschaft, Weinbau, Hotellerie und Gastronomie verlässliche Zukunftsperspektiven ermöglichen. Um einen sinnvollen und verträglichen Hochwasserschutz zu gewährleisten, braucht es eine wie von Bürgerinitiativen und Rheingemeinden vorgeschlagene ökologische Schlutenlösung anstelle künstlicher Flutungen unserer Rheinwälder.

Konkret werden wir:

  • den Vertragsnaturschutz stärken und die Ökokonto-Verordnung überarbeiten, um mehr Anreize für flächenschonende Ausgleichsmaßnahmen und ökologische Aufwertungen zu setzen.
  • die Entwicklung innerstädtischer Grünflächen, Kleingartenanlagen und Kaltluftschneisen fördern, um sowohl sommerlicher Überhitzung vorzubeugen als auch die urbane Biodiversität zu fördern.
  • ein Förderprogramm für Alleen und klimaangepasste Straßenbäume auflegen, um diese wichtigen Verbindungskorridore in Einklang mit den aktuellen Verkehrsrichtlinien zu erhalten.
  • den Transfer klimafreundlicher Technologien ins Ausland fördern, um weltweit Treibhausgasemissionen zu mindern.
  • angesichts wachsender Herausforderungen und eines tiefgreifenden Strukturwandels in der Landwirtschaft das Agrarinvestitionsförderprogramm des Landes verstärken und das Verfahren zur Gewährung von Investitionsförderungen entschlacken und vereinfachen.
  • auch kleineren landwirtschaftlichen Betrieben eine digital gestützte Präzisionslandwirtwirtschaft ermöglichen, indem wir die notwendigen Geodaten und die Satellitenpositionssignale für die Land- und Forstwirtschaft gebührenfrei zur Verfügung stellen.
  • die für die Weiterentwicklung der regionalen Landwirtschaft dringend benötigten Prüf- und Versuchsfelder mit Schwerpunkt Pflanzenschutz, Produktionstechnik und Saatgut ebenso ausweiten wie kontinuierliche Aus- und Fortbildungsangebote für den nachhaltigen integrierten Pflanzenschutz und Biodiversitätsmaßnahmen.
  • landesrechtliche Regelungen zum Pflanzenschutz, für Gewässerrandstreifen und den Erhalt von Grünland überprüfen und sie, wenn möglich, an europa- und bundesrechtliche Standards anpassen.
  • eine „Nadelholzstrategie 2100“ erarbeiten, denn wir brauchen auch in Zukunft klimastabile Mischwälder und große Mengen an Nadelholz. Dabei wollen wir bürokratische Hürden für nicht-standortheimische Baumsorten wie Douglasien oder Zedern abbauen.
  • bessere Rahmenbedingungen für die Gastronomie und Hotellerie schaffen. Gerade im ländlichen Raum wollen wir dem Sterben von Beherbergungsbetrieben und Gaststätten entgegenwirken.
  • uns für Ausfallsicherungsmaßnahmen wie die Möglichkeit einer steuermindernden Risikorücklagenbildung einsetzen.
  • eine effizientere und erfolgreichere Arbeit der Vermarktungsorganisationen des Landes für den Tourismus gewährleisten. Auch aus diesem Grund müssen alle Kompetenzen für den Tourismus im Wirtschaftsministerium gebündelt werden.